Familiencamp 2015

Verein für soziale Selbstverteidigung e.V.

Viele kleine Leute die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Das Familiencamp fand vom Freitag den 07.08 bis Sonntag den 09.08.2015 im CVJM Camp Storkower See statt. Es war unser achtes Familiencamp und wie so oft, war es auch diesmal voller Überraschungen, im positiven wie im negativen Sinne. Durch die Temperaturen von 38 Grad und die daraus folgende, höchste Waldbrandwarnstufe, war an das am Abend geplante Lagerfeuer nicht zu denken.

  1. Tag

Die Anreise erfolgte ab 15 Uhr in privaten PKWs und Fahrgemeinschaften. Die Zeit bis zur Zimmerbelegung (17 Uhr) war mit Kaffee und Kuchen, Geländebesichtigung und Kennenlernen ausgefüllt. Erstmalig nahmen Flüchtlinge aus dem Übergangsheim in Jüterbog an unserem Familiencamp teil. Sie kamen aus Kenia, Somalia, Syrien und Afghanistan. Die beiderseits vorhandenen Sprachprobleme wurden schnell und gemeinsam überwunden und nachdem sie, ihre teils schrecklichen Erlebnisse mit uns geteilt hatten, stellten wir fest das sie sich, was ihre Träume, Wünsche und Vorstellungen angeht, nicht von den unseren unterscheiden. Am Abend wurde auf der Terrasse gegrillt und in gemeinsamen Gesprächen lernten wir uns besser kennen und so manche Freundschaft begründet.

  1. Tag

Die Anwesenheit der frisch gewählten Vertreterin des Jugendbeirats der Stadt Jüterbog und des Jugendbeirats der „Aktion Mensch“, der bezaubernden 16jährigen Celine Fischer, warf unsere Planungen im positiven Sinne durcheinander. Geplant war die Bildung von OpenSpace-Gruppen. Doch Celine wies auf ihren, von einem Seminar mitgebrachten, Aktionskoffer hin und rief zum gemeinsamen kreativen Gestalten auf. Ihr Ruf blieb nicht ungehört und so bildeten sich zwei Gruppen. Kreatives Gestalten und OpenSpace. Für das Mittagessen hatte sich der Herbergsvater etwas Besonderes ausgedacht, frische Steinofenpizza zum selbstbelegen, was sehr gut bei den Teilnehmern ankam. Danach war Kanufahren angesagt. Herr Wolf führte die Teilnehmer kompetent auf eine wunderbare Tour über den Storkower See und zeigte uns so manche Sehenswürdigkeit. Wer nicht mitwollte konnte im See baden oder blieb in der Kreativgruppe von Celine Fischer, deren Ergebnisse dann vor dem Abendessen präsentiert wurden. Nach dem Abendessen wurden dann beim gemütlichen Beisammensein auf der Terrasse die Ergebnisse des OpenSpace-Nachmittags diskutiert. Celine Fischer brachte das Thema Barrierefreiheit in die Diskussion. Sie machte uns darauf aufmerksam, dass es zwar eine barrierefreie Toilette im Haus gibt, auf dem Gelände aber doch einige Problemstellen vorhanden sind. Es wurden Verabredungen für zukünftige gemeinsame Projekte getroffen. Zum Beispiel die Installierung eines Stadtteilbüros für Jüterbog II, welches sich besonders um Kinder, Jugendliche und alte bedürftige Menschen kümmert.

  1. Tag

Der Tag stand im Zeichen der Abreise. Nach dem Frühstück wurden die Zimmer geräumt und die Küche gereinigt. Noch vor dem letzten Mittagessen trafen wir uns zur Abschlussrunde. Die Resonanz der Teilnehmer war durchwegs positiv und die Frage ob wir uns nächstes Jahr wieder Treffen stand im Raum. Wir haben viele verschiedene Menschen kennen gelernt, Mütter und Väter waren glücklich ihre Kinder in guten Händen einer Erzieherin zu wissen und so manch einer fand einen kompetenten Gesprächspartner für seine persönlichen Probleme. Junge und Alte kamen harmonisch miteinander aus und wir hoffen, daran anknüpfend, nächstes Jahr wieder zusammen zu kommen.

Kanutour Storkow 2015
Open Space